About this role
Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (m/w/d), EG 13 TV-H, befristet, Teilzeit (derzeit 20 Wochenstunden) Bewerbungsfrist: 30.09.2026 Einstellungsbeginn: baldmöglichst Kennziffer: 39488 50% Teilzeit. Die Stelle ist zunächst bis zum 30.04.2029 im Rahmen des Vorhabens „BeyondBattery“ befristet gemäß § 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG). Beyond Battery - Stabilität und Interoperabilität durch netzbildende Erzeuger und Lasten Das Vorhaben adressiert die sichere und interoperable Stabilität netzbildender, stromrichterbasierter Einheiten in stromrichterdominierten Netzen. Im Zentrum steht eine integrative Betrachtung subsynchroner Interaktionen mit dem Ziel, diese zuverlässig zu erkennen, zu bewerten und zu beherrschen. Dazu werden konsistente Simulations‑ und Nachweiswelten zusammengeführt: zeitbereichsorientierte Analysen für schnelle Netzdynamik (RMS/Quasi‑EMT/EMT). Daraus entstehen belastbare, praxisnahe Stabilitätsmetriken mit Margen sowie nachvollziehbare Nachweisverfahren. Parallel werden robuste Regelungs‑ und Parametrierungskonzepte für netzbildende Einheiten entwickelt, die Strombegrenzungen und Grenzbetrieb berücksichtigen und die Dämpfung subsynchroner Phänomene gezielt unterstützen. Die Universität Kassel gestaltet das Teilvorhaben maßgeblich in dem Aufbau einer konsistenten RMS/Quasi‑EMT/EMT‑Simulationsumgebung (u. a. PowerDynamics.jl, PSCAD/PowerFactory), Entwicklung standardisierter Testfälle und Schnittstellen, Analyse subsynchroner Interaktionen, Aggregationsverfahren sowie systematische Netz‑ und Interaktionsstudien in Hoch‑ und Höchstspannungsnetzen. Die Ergebnisse münden in praxistaugliche Leitfäden, dokumentierte Workflows, geprüfte Modelsätze und Testfälle für Hersteller, Netzbetreiber und Zertifizierer. Aufgaben: - Federführende Bearbeitung von Teilaspekten des Vorhabens mit Fokus auf subsynchrone Interaktionen in stromrichterdominierten Netzen - Entwicklung und Anwendung von Methoden zur Analyse, Bewertung und Beherrschung subsynchroner Phänomene (z. B. Leistungspendelungen, subsynchrone Oszillationen) - Aufbau und Nutzung einer konsistenten Simulationsumgebung (RMS/Quasi‑EMT/EMT) u. a. mit EMT–RMS‑Ko‑Simulation (PSCAD/PowerFactory) - Entwicklung konsistenter Stabilitätsmetriken mit definierten Margen - Erarbeitung robuster Regelungs‑ und Parametrierungskonzepte für netzbildende Einheiten unter Berücksichtigung von Strombegrenzungen, Grenzbetrieb und Dämpfungsanforderungen - Durchführung systematischer Netz‑ und Interaktionsstudien in Hoch‑ und Höchstspannungsnetzen, Priorisierung kritischer Szenarien und Bewertung von Stabilitätsmargen - Mitwirkung an der Entwicklung von Aggregationsverfahren sowie standardisierten Testfällen und Schnittstellen - Erstellung technischer Dokumentation, Leitfäden und wissenschaftlicher Publikationen; enge Zusammenarbeit mit Projektpartnern (Hersteller, Netzbetreiber, Forschungsinstitute) Voraussetzungen: - Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium sowie abgeschlossene Promotion im Bereich Elektrotechnik, Energietechnik, oder einer vergleichbaren Fachrichtung. Der geforderte Abschluss muss spätestens zum Einstellungstermin vorliegen. - Fundierte Kenntnisse in Netzstabilität, insbesondere stromrichterbedingte Stabilitätsaspekte - Nachweisbare Erfahrung in netzdynamischer Modellierung und Simulation (RMS, Quasi‑EMT, EMT) sowie mit entsprechenden Werkzeugen (z. B. PowerFactory, PSCAD) - Kenntnisse in der Regelung netzbildender Umrichter (grid‑forming converter), einschließlich Strombegrenzung, Grenzbetrieb und Dämpfungsreglern - Kenntnisse in Python oder einer vergleichbaren Programmiersprache für Datenanalyse, Automatisierung und Modellkopplung - Sehr gute analytische und konzeptionelle Fähigkeiten sowie eine strukturierte, eigenständige wissenschaftliche Arbeitsweise - Gute Deutsch‑ und Englischkenntnisse in Wort und Schrift Von Vorteil sind: - sehr gute Kommunikationsfähigkeiten, Teamfähigkeit und die Freude an interdisziplinärer Zusammenarbeit - Erfahrung mit der Entwicklung und dem Einsatz von Ko‑Simulationsumgebungen (EMT–RMS) und standardisierten Testfällen für Netzkonformität und Interoperabilität - Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Industrie‑ und Netzbetreiberpartnern sowie Interesse an anwendungsorientierter Forschung und Transfer - Projektmanagement‑Erfahrung, Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, Prioritäten in einem dynamischen Umfeld zu setzen - Erfahrung in der Arbeit in internationalen, interdisziplinären Projektteams und Grundkenntnisse agiler Methoden Für Rückfragen steht Dr. Diana Strauß-Mincu, E-Mail: [email protected] , zur Verfügung.